7 Gedichte

Frühlingsgedichte für die Grundschule

Sieben verständliche Originalgedichte über Frühlingsbeobachtungen für Lesen, Vortragen und Besprechen in der Grundschule.

Frühlingsgedichte für Kinder dürfen klare Wörter nutzen und trotzdem genau sein. Pfützen, Knospen, Tierstimmen und Gartenarbeit bieten konkrete Zugänge.

Die Texte vermeiden erzwungene Paarreime und lassen Fragen offen. Lehrkräfte können Bilder, Verben, Perspektiven und Jahreszeitenwechsel daran besprechen.

01
spielerisch·schule

Pfützenhimmel

In der Pfütze liegt
ein kleiner blauer Himmel.
Mein Stiefel springt hinein,
Wolken zittern auseinander.
Oben bleibt der Himmel ruhig
und unten werde ich nass.
02
staunend·vorlesen

Die Knospe

Gestern war der Zweig
noch braun und fest geschlossen.
Heute zeigt eine Knospe
einen winzigen grünen Rand.
Veränderung kann klein beginnen
und trotzdem sichtbar sein.
03
fürsorglich·schule

Der Regenwurm

Ein Regenwurm liegt
mitten auf dem Gehweg.
Wir setzen ihn vorsichtig
unter die feuchte Hecke.
Unser Schulweg wird kurz
zu einer Rettungsstrecke.
04
heiter·vorlesen

Frühlingsjacke

Am Morgen brauche ich
noch Mütze und Jacke.
Mittags trage ich beides
über dem warmen Arm.
Der Frühling übt Wetter
und ich übe Tragen.
05
beobachtend·schule

Material fürs Nest

Die Amsel sammelt Halme,
einen Faden, trockenes Gras.
Sie prüft jedes Stück
und fliegt zum dichten Strauch.
Ein Zuhause beginnt
mit vielen kleinen Wegen.
06
fröhlich·karte

Erste Pause draußen

Die Bank ist noch kalt,
doch wir bleiben draußen.
Ein Ball rollt über Sand,
die Sonne erreicht den Zaun.
Nach dem langen Winter
klingelt die Pause heller.
07
neugierig·unterricht

Forscher im Schulgarten

Im Schulgarten suchen wir Frühling
mit Lupen, Heften und schmutzigen Knien.
Unter Blättern krabbelt ein Käfer,
an Zweigen öffnen sich Knospen.
Wir schreiben Farben und Formen auf,
obwohl der Wind Seiten umblättert.
Am Ende wissen wir nicht alles,
aber unsere Schuhe tragen Erde
und unsere Fragen sind größer geworden.