Hinter dem goldenen Rahmen
den Blick vollkommen still.
Besucher nennen sie Sissi,
als kannten sie jeden Gedanken.
Der goldene Rahmen bewahrt ein Bild,
aber keine ganze Person.
Sechs neue Gedichte über Bilder und Widersprüche rund um Kaiserin Elisabeth, zwischen höfischer Rolle, Reisen, öffentlichem Mythos und persönlicher Distanz.
Kaiserin Elisabeth von Österreich ist bis heute von Bildern überlagert: höfische Porträts, spätere Filme und romantische Erzählungen formen den bekannten Sissi-Mythos. Eine historische Person bleibt jedoch komplexer als ihre populäre Figur.
Diese Gedichte sind freie literarische Neuschöpfungen, keine Zitate oder historischen Zeugnisse. Sie unterscheiden bewusst zwischen öffentlicher Darstellung und einer Persönlichkeit, die sich nicht vollständig rekonstruieren lässt.