Die erste Fahrt ohne Hand
ohne dass du es sagst.
Ich fahre drei Meter allein,
dann direkt ins weiche Gras.
Beim Aufstehen bin ich wütend
und zugleich ein wenig größer.
Sechs neue Gedichte über Fahrräder, über Gegenwind, Schulwege, Reparaturen, Stadtverkehr und die erste Fahrt ohne helfende Hand.
Ein Fahrrad verbindet Freiheit mit sehr konkreten Dingen: einer abgesprungenen Kette, kalten Fingern am Lenker und dem Geräusch, das nur der eigene lockere Schutzblechhalter macht.
Diese Originalgedichte führen durch Stadt, Dorf und Werkstatt. Sie feiern das Fahren, ohne Straßenverkehr oder Stürze zu romantisieren, und wechseln zwischen kindlicher Aufregung, Alltagsärger und ruhiger Bewegung.