Der Schlüssel passt nicht mehr
noch immer in meiner Schublade.
Am früheren Haus wurde
das Schloss längst ausgetauscht.
Heimat kann in Metall bleiben,
auch wenn keine Tür mehr öffnet.
Sieben neue Gedichte über Heimat als Ort, Sprache, Erinnerung und Zugehörigkeit, offen für ambivalente und veränderte Beziehungen.
Heimat kann ein Haus, eine Sprache oder der Geruch eines Treppenhauses sein. Sie kann tragen, einengen, verloren gehen oder an einem neuen Ort langsam entstehen. Nicht jede Herkunft fühlt sich automatisch sicher an.
Diese Originalgedichte lassen unterschiedliche Erfahrungen nebeneinanderstehen. Sie behaupten keine einzige richtige Heimat und vermeiden nationale oder romantisierende Gewissheiten; im Mittelpunkt stehen konkrete Orte, Gewohnheiten und Entscheidungen.